Tornado auf dem Feld, letzter Tag auf der Zwiebelfarm, auf die Tomaten

Nicht so schlimm, wie es in der Überschrift heißt. Ein riesen Tornado hätte wohl das Feld verwüstet. Aber auf unserem Zwiebelfeld waren durchaus öfters kleinere Wirbelwinde, bzw. Tornados zu sehen. In Deutschland ist mir solch eine WIndrose noch niemals aufgefallen und gibt es wohl in dieser Art auch nicht.
Man sah sie auch nur, da die Felder sehr staubig und trocken waren und der Wind den Staub in Form eines Trichters herumgewirbelt hat und dieser Wirbel dann undefiniert über das Feld steuerte.
Sie hatten nicht viel Kraft und leider war ich immer zu spät einen zu fotografieren, aber sie waren durchaus in der Lage einzelne Wäschekörbe durch die Luft zu tragen!

Heute waren nun alle Felder Zwiebeln des Farm Besitzers abgeerntet. Es waren ungefähr 10 große Zwiebelfelder, die wir in den zwei Wochen mit 30-60 Leuten gleichzeitig abgeerntet haben. Die Arbeiterzahl schwankte ständig, da jeden Tag neue kamen, oder gingen. Falls man keine Lust hatte zu arbeiten, konnte man auch einfach einen Tag aussetzen ohne dies vorher zu besprechen. Jeden Morgen wurde aufgeschrieben, wer alles anwesend war.
Bei mir geht es nun am Montag weiter mit Tomaten, wo man leider, wie herumgeht, nicht so viel Geld verdienen kann, wie bei den. Ich sage mir aber, dass es besser ist ein wenig Geld zu verdienen, als das Hostel zahlen zu müssen und kein Geld zu erwirtschaften.

Ich hoffe darauf, dass ich entweder demnächst einen Platz in einer packing Fabrik bekomme, wo man das Obst und die Früchte für die Supermärkte in Kisten verpackt, oder einen Job auf einer Lemon Farm. Die Lemon Saison sollte bald (7-10 Tage) beginnen; einige wenige Arbeiten schon dort und erzählen, dass man gutes Geld verdienen kann (wer gut ist bis  200$/Tag).

Ich habe auf jeden Fall heute meine 3. Woche auf dem Campingplatz hier gebucht und werde mindestens noch bis nächsten Freitag hier bleiben!

Man lebt sich ein in Childers

Es ist nun über eine Woche vergangen, seitdem ich hier in Childers angekommen bin. Mittlerweile habe ich mich hier an alle Ungeziefer und Frösche gewöhnt und ich beginne mich immer besser einzuleben!

Mit einem englischen Pärchen (29 Jahre alt) grille ich, mit zwei Deutschen Kerlen rede ich abends einfach mal gut, oder ich lerne gerade einem 10 jährigen australischem Mädchen Deutsch, was sie schon in der Schule hatte.
Die meisten Menschen kenne mich auf dem Campingplatz, fragen mich jeden Tag wie meine Arbeit war, wenn ich mit dem Bus nach Hause komme; interessieren sich einfach.
Man wird eingeladen zu jemanden auf dem Platz; jeder sagt, ich solle mich nur melden, wenn ich eine Frage hätte.
Die Supervisor auf der Arbeit helfen mir, wenn ich mit einem Bin mal in Zeitdruck komme und ihn nicht voll bekommen würde bevor Feierabend ist. Man wird gelobt für das was man tut. Und das ist ein schönes Gefühl, was ich aus Deutschland in solch einer Form nicht kenne. Es ist nicht nur das Lob, sondern das ganz andere Verhalten der Menschen hier; die Offenheit!

Es ist ein wunderschönes Gefühl hier zu sein; man fühlt sich nicht mehr so allein gelassen; sondern man lernt die Leute zu schätzen. Genau wie sie, frage ich natürlich auch, wie es Ihnen geht, wenn ich sie sehe.
Zudem beginnt das australische Leben, das ich hier führe, ein gewisses Maß an Routine zu bekommen, was die Zeit schneller erscheinen und die Gedanken an zu Hause für kurze Momente ganz vergessen lässt.

Viele werden mich sicherlich nicht verstehen. Besonders, wenn sie sehen, in welch einem "Drecksloch" ich hier hause.
Ich möchte es so beschreiben: "Manches kannst du nicht lernen zu verstehen! Es gibt Dinge, die musst du erleben, um zu verstehen!"
Die Situation und das Leben hier im Ganzen ist das, was mich überzeugt.

Andererseits erkenne ich, das deutsche Leben mehr und mehr zu schätzen. Ich erkenne, wie gut wir es in Deutschland haben. Besonders daher, weil ich hier auf viele Kulturen anderer Nationen treffe, die mir ihre Situation in ihrem Land näher bringen! Ich finde es überaus interessant!

Ich sehe "die Deutschen" als Nörgeltiere, die darauf aus sind, alles, was ihre derzeitige Situation auch nur peripher tangieren oder gar verschlechtern könnte, zu kritisieren. Das ist auf einer Seite gut, da wir es schaffen, unseren Ärger Ausdruck zu verleihen und "den Mund" auf bekommen, wozu Chinesen meines Erachtens oftmals (es gibt immer Ausnahmen!) nicht in der Lage sind. Auf der anderen Seite nervt es, da wir wirklich ALLES bemängeln!
Deutsche sind Lästermäule! Ich sehe es in Deutschland in der Schule, auf der Arbeit, durch die Medien, in der Familie. Deutsche sind Weltmeister im Lästern würde ich fast behaupten. Oftmals bin ich der Überzeugung, die feindlichen Worte hinter dem Rücken eines Jemanden fallen zu oft ohne Überlegung und Reue aus dem Mundwerk eines Deutschen.

Mein Aufenthalt in Australien verbringe ich als "der Deutsche". Ich bin nicht "der Sebastian", sondern fungiere als Nationales Vorbild von Deutschland. Ich versuche hier, die charakterlichen Merkmale "des Deutschen" weiterzureichen und zu verbreiten. Darauf bin ich stolz.
Da in meinem Charakter die Unzufriedenheits-Einstellung und die Lästerei "der Deutschen" nicht gefestigt sind, ist es mir nicht möglich, dieses Merkmal weiterzugeben.

Arbeiten auf der Zwiebelfarm

Was heißt es eigentlich, auf einer Zwiebelfarm zu arbeiten?
Nun, es heißt eigentlich nichts weiter, als 10 stunden am Tag, sieben Tage die Woche (außer an Regentage) gebückt oder gekniet Zwiebeln aus der Erde zu reißen und Wurzel und Kopf zu beschneiden.

Wenn man sich erstmal an die ständige Bodenarbeit gewöhnt hat, ist der Job eigentlich gar nicht so schwer und manchmal macht es sogar viel Spaß. Besonders, weil die Farm-Supervisor (Aufpasser), von einem christlichen Verein sind und immer sehr nett zu einem sind und man sie auch 5x dasselbe fragen kann, wenn man es nicht versteht :D

Bezahlt wird man hier pro Bin. Das ist ein großer Plastikbehälter, den man nur mit Zwiebeln füllen muss. Pro Bin bekommen wir hier 40$. Normal schafft man 2-4 Bins am Tag, was schon ein gutes Einkommen ist, dafür, dass man eigentlich nichts dafür können muss!
Zunächst werden kleinere Wäschekörbe gefüllt, die man dann einzeln in den Bin umfüllt um nicht ständig zu laufen. In einen Wäschekorb passen ca. 120 Zwiebeln und um einen Bin zu füllen braucht man zwischen 25-30 Wäschekörbe. Das sind dann ca. 3000 Zwiebeln pro Bin. Im Durchschnitt schafft man 3 Bins pro Tag, was eine Gesamtmenge von 9000 Zwiebeln ergibt, die man jede einzelne in der Hand und beschnitten hatte.

Schwer ist die Arbeit wirklich nicht, sie geht nur nach einer Zeit auf den Rücken oder auf die Knie, je nachdem wie man arbeitet.
Ich habe mir eine Technik ausgedacht, bei der ich, so finde ich am besten bei wegkomme. Ich fülle 1/3 Wäschekorb im Stehen, setze mich dann hin, und fülle ihn mit den anderen 2/3. Dann geht's wieder im Stehen an den nächsten Wäschekorb. So steht und sitzt man abwechselnd; im Sitzen ist man jedoch erheblich schneller, daher 2/3 im Sitzen!

Ich habe mich hier mit einem Inder angefreundet, der schon einmal Zwiebeln geerntet hat und schon einige Tricks weiß. Er schafft an guten Tagen 5 Bins!
Ich versuche hier mindestens noch 3 Wochen zu bleiben, bis alle Felder Zwiebeln abgeerntet sind.
Danach fängt die Lemon Saison an; wenn ich dort auch eine gute Stelle finde, bleibe ich evtl. länger.

Das "Hostel" (es ist eher ein Campingplatz!) hier heißt Sugarbowl Caravanpark in Childers. Wenn jemand Interesse hat von den Leuten, die gerade auch hier in Australien Work&Travel machen, kann es sich echt lohnen hierher zu kommen. Die Besitzer kümmern sich hier wirklich darum, dass man einen Job bekommt und vermitteln einen so gut es geht. Ich habe auch schon sehr viel schlechtes von anderen Working Hostels gehört, die einen im Hostel hohe Gebühren zahlen lassen und sagen, sie werden vermittelt, bekommen aber auch nach 2 Wochen keinen Job! Sprich: Sie versuchen einen abzuzocken.
Man zahlt hier 157$/Woche, was wirklich günstig ist, vor allem, weil sie die Arbeit vermitteln und einen zum Feld auf dem man arbeitet fahren! Also eine gute und einfache Sache für diejenigen, die kein Auto haben!

Rann an die Arbeit in Childers

Am 15.10.2010 haben sich die Wege von Janine, Isi und mir nun endgültig erst einmal getrennt. Janine ist auf nach Agnes Water/Town of 1770, Isi ist nach Harvey Bay gefahren und meine Wenigkeit versucht in Childers ein wenig Arbeit zu finden und sein Konto wieder auf Vordermann zu bringen.

Ich habe mir über das Internet zwar einige Working Hostels herausgesucht, diese haben nur leider keine Buchungen entgegennehmen können, weil sie nie genau wissen, wie lange die Gäste hier bleiben. Viele bleiben einfach wegen der Arbeit länger als sie zu Beginn an wollten, andere wiederum entscheiden sich spontan das Hostel wieder zu verlassen. Sie sagten mir leider alle, dass sie meist ausgebucht sind, man das aber nie genau wissen kann, ob was frei wird.
Also habe ich mir den Bus nach Childers gebucht und wollte einfach mal ohne gebuchte Unterkunft gucken, ob ich dort irgendwo unterkommen kann. Childers ist ein sehr, sehr kleiner Ort nahegelegen zu Bundaberg (50KM). Es gibt hier EINE Straße, die durch den Ort führt, eine Tankstelle und ein oder zwei Supermärkte. Aus dem Bus ausgestiegen, habe ich einfach das erst beste Working Hostel angesteuert (Sugarblow). Und siehe da, sie hatten genau noch 3 Betten frei. Sehr schön; habe ich meine Unterkunft gefunden.
Leider muss man hier die Unterkunft eine Woche im Voraus bezahlen (157$). Der Preis ist egentlich echt sehr günstig, wenn man bedenkt, dass es in Sydney manche Tage gibt, an dem man mindestens 30$/Nacht zahlen muss. Außerdem vermittelt einem das Hostel Arbeit!
Meist sind es Fruitpicking Jobs auf einer Farm. Nichts besonderes und man bekommt nicht Unmengen an Geld, aber ich habe für morgen jetzt eine Stelle auf einer Zwiebelfarm um Zwiebeln zu ernten und bekomme 40$/bin. Die meisten sagen man schafft ca. 3-5 bins am Tag; abhängig von der Größe der Zwiebeln.

Leider ist das Hostel hier unter aller Sau, was den Komfort oder die Sauberkeit angeht. Das Bett ähnelt eher einem erhöhtem Holzbrett und das Zimmer wurde SICHERLICH seit einem halben Jahr nicht einmal mehr geputzt. Geschweige denn, dass hier jemals jemand Staub geputzt hat.
Naja dafür ist es billig und ich arbeite ja hoffentlich die meiste Zeit in der ich hier bin.

Ich habe einen Zimmergenossen, der ebenfalls Deutscher ist, mir aber leider nicht so sympathisch erscheint. Er tut zwar ganz nett, aber irgendwie ist er komisch. Leider hat man hier auch nicht mehr als 10qm für 3 Personen (ein Bett ist noch frei) und man kann sich einfach nicht aus dem Weg gehen. Aber würde ich ja eh nicht.
Er arbeitet hier schon seit 3 Monaten und meinte, dass er ca. 2 Wochen davon leider nicht arbeiten konnte, weil keine Arbeit für ihn verfügbar war, was aber auch daran lag, weil er sich so angestellt hat und immer im Job wechseln wollte.

Was hier außerdem eklig ist, sind die vielen GROßEN Krabbeltiere, die hier rumschwirren, krabbeln oder einfach nur durch ihr ekelhaftes Aussehen widerlich sind!

Naja was soll das gerede; ich bin noch nicht lange hier! Mal gucken wie ich mich in einer Woche fühle ;)

Fraser Island - Die größte Sandinsel der Welt

Janine, Isi und ich haben uns während unseres Aufenthalts in Rainbow Beach dazu entschlossen eine Ein-Tages-Tour auf Fraser Island zu buchen. Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt und ist nicht besiedelt. Es ist quasi wie eine verlassene Insel voller Abenteuer ;)
Man kann sich ein Auto meiten und selber mit einer Fähre auf der Insel fahren, was aber eine besonders gute Orientierung voraussetzt, weil es nahezu keine Orientierungspunkte gibt.

Von Rainbow Beach ist es der beste Punkt um auf die Insel überzusetzen.

Wir waren zunächst am Überlegen, eine mehrtages Tur zu buchen, was uns dann aber zu teuer erschien, oder auch selber einen Jeep für 2 oder 3 Tage zu mieten und dann dort selber auf der Insel herumzufahren. Zweiteres wäre nicht wesentlich billiger gewesen aber ein größeres Abenteuer. Leider kann man auf der Insel schnell mal das gemietete Auto zerstören (meist ist man gegen keinen Schaden versichert!), weshalb wir uns dann doch nur zu einer geführten Tour in einem Offroad Bus entschieden haben.

Und das hat sich für ca. 100€ mit Essen echt gelohnt!
Wir waren zuerst ca. 50-60KM zum alten Schiffswrack am Strand gefahren, welches in den 80er Jahren von den USA als Zielobjekt für Testraketen gedient hat, heute aber nur noch vor sich hinrostet.
Dann haben wir einige Zwischenstopps gemacht bis wir dann am EliCreek, einem Fluss, der aus der Insel herausfließt, angekommen sind. Trotz der kleinen verlassenen Insel waren ca. 50 Badegäste vor Ort, die im Fluss geplantscht haben. Weiter zum Mittagessen, danach ein kleiner Spaziergang durch den Regenwald und schließlich an den Lake Mckenzie, einem der schönsten Seen auf diesem Planeten. Angepriesen auch überall als Paradies.
Leider hatten wir mit dem Wetter gerade da nicht mehr die besten Karten gezogen, aber dennoch war der See echt schön. Klares natürliches Wasser. Echt geil!

Ich konnte mir im Bus den Beifahrersitz ergattern, auf dem ich die beste Sicht im ganzen Bus hatte und ein Paar schöne Videos machen konnte, auf denen man leider nicht einmal ANNÄHERND sieht, wie uneben der Sandweg ist!

Nach dem Trip waren wir wieder in unserer DingoBlues Unterkunft und haben den Abend mit einigen Gläsern Guhn (Wein) beendet ;)

The sun goes down in Rainbow Beach

Nächster Stopp auf der Karte war nun also Rainbow Beach.
Der Bus fuhr schon echt früh in Noosa Heads ab (9:20 Uhr) und wir mussten uns beeilen alle Sachen noch zu packen.


Rainbow Beach stellte sich aber schon nach einer Stunde als ein sehr sehr sehr verlassenes Örtchen an der Ostküste Australiens dar. Isi wartete hier schon auf uns, die einen Tag früher aus Noosa Heads abgereist war als wir und wir sie hier 300KM später wieder treffen wollten. Hier sind einige andere auch, die ich schon einmalim Hostel in Sydney gesehen habe, oder zwischendurch auf meiner Tour. Es ist echt so, als würden sie alle mit mir mitreisen, viele Gesichter kennt man schon, da man sie vor 2 Wochen 1500KM weiter südlich gesehen hat. Echt krass!!

Man kann von hier aus eine geführt Tour auf Fraser Island machen, weswegen viele Touristen hier her kommen. Wahlweise kann man sich auch ein Auto mieten und Fraser Island auf eigene Faust erkunden, was aber von vielen nicht geraten wird, da es die größte Sandinsel der Welt ist und nahezu keinerlei Wege und Straßen gibt, sondern alles noch unangetastete Natur ist.
Daher haben wir uns nur für eine ein Tagestour mit einem Trupp von ca. 40 Leuten entschieden. Es soll ein wirklich einmaliges Abenteuer sein, mit viel Spaß aber auch einigen Gefahren!
Aber der Nervenkitzel macht's ja =)

Heute Abend sind Isi Janine und ich dann noch auf einen Aussichtspunkt für Sonnenuntergänge gegangen, den uns unser Hostel empfohlen hatte. Und das Hostel hat echt nicht untertrieben; wir dachten auch der Strecke dort hin echt wir hätten umkehren sollen weil es ständig bergauf durch das verlassene Dorf, vorbei an kleinen Häuschen, ging. Doch der Anblick den wir dann oben auf dem "Sunblow" hatten war echt überwältigend!

Noosa Heads - Urwald

Der Regen hält leider immer noch an und man kann so gut wie gar nichts machen.

Alle Hostels bieten hier meist einen kostenlosen Shuttle Service zum Supermarkt, Busbahnhof, Nationalpark etc. an, wo man nur einsteigen muss und hingefahren wird.
Leider haben wir uns, da es wie gesagt geregnet hatte, zu spät entschieden in de National-Park zu fahren. So haben wir den Shuttle-Bus leider nicht erwischt und sind bis dort hin zu Fuß gegangen, da sich das Wetter wieder gebessert hatte.

Dies sollte leider nicht lange so bleiben und wir wurden unterwegs, sowie im Nationalpark selber dann noch einmal ordentlich nass!

Der Nationalpark ist eigentlich ein ganz natürlicher Urwald mit verschiedenen Wanderwegen und einer kostenlosen Information mit den dazugehörigen Karten für die Wanderung.

Außerdem liegt der National Park nahe am Meer. Hier waren, wie fast überall an der Ostküste Australiens, wieder wunderbare Surfer-Wellen gewesen, weshalb auch heute hunderte Surfer ihr Brett geschnappt haben und surfen gegangen sind!

Wir waren hier auf der Suche nach einer tödlichen Schlange, einer beißenden Spinne, oder einem faulen Koala. Leider haben wir nichts dergleichen gefunden und sind mit leeren Händen und nassen Klamotten wieder ins Hostel zurück.

Noosa Heads

Die Ankunft in Noosa war ein sehr aufregendes Abenteuer. Der Greyhoundbus setzte uns an der Haupthaltestelle Noosa Heads ab. Unser Hostel lag leider, was wir nach mehrfachem telefonieren herausbekommen haben, in Noosa Sunrise Beach. Dort sollten wir die Haltestelle Sunrise Beach Station nehmen und dann wäre es nicht mehr weit zum Hostel.
Es gab einen Bus, der dort hinfährt. Leider wussten wir nicht, dass auch Noosa Sunrise Beach keine einzelne Haltestelle, sondern ein ganzes Areal ist. Irgendwo an der Endstation auf der ganz anderen Seite von Noosa hat uns der Busfahrer dann herausgelassen, was aber völlig falsch war, was wir später feststellen mussten.
Da wir nicht wussten wo wir überhaupt sind, haben wir in einem Bottle-Shop nach dem Weg gefragt. Die Kassiererin konnte mit der Karte aber nicht umgehen und wusste nicht weiter. Zum Glück hat das Gespräch zufällig eine Bewohnerin aus Noosa im Laden mitbekommen, der ich dann nochmals mit meinem Laptop und Google Maps versucht habe zu erklären, wo wir hin müssten.
Sie war bereit uns zu unserem Hostel zu fahren. Echt klasse!!!

Das Hostel dagegen NICHT wirklich... :(
Es war eigentlich kein Hostel, sondern ein privater Vermieter. Wir hatten uns unserem Zimmer jeweils zwei übereinanderliegende Matratzen, die unser Bett darstellen sollten.
Wir hatten zum Glück nur eine Nacht dort gebucht.

Tja, leider haben wir hier in Australien nicht so das gute Händchen mit dem Wetter. Hier in Noosa regnet es nun schon seit 3 Tagen ohne richtige Unterbrechung. Trotz dessen haben wir immer versucht etwas zusammen zu machen und uns nicht vom Regen einschüchtern zu lassen.
Wir haben hier eine Freundin wieder getroffen, die wir auch schon aus Sydney kannten. Wir haben dann einige Zeit damit verbracht zusammen zu kochen. Das macht Spaß, ist nicht nass und schont den Geldbeutel :)

Übermorgen (Dienstag) geht es dann weiter bis nach Rainbow Beach. Wir haben dort durch eine Organisation (PeterPan) ein sehr günstiges Hostel buchen können, was nur $15 die Nacht kostet.







Ich hoffe das Wetter verbessert sich bis dahin zum Guten!
Ich bin ja eigentlich nach Australien gekommen um braun zu werden; leider zeigt sich die Sonne nicht :(
Dafür ist es aber trotzdem nicht kalt; T-Shirt im Regen tragen ist auch mal was angenehmes!

In Brisbane

Hier in Brisbane haben wir ein schönes gemischtes 20 Mann Zimmer für 12$/Nacht. Echt geil hier!
Wir dachten auch, dass man mit 20 Leuten im Zimmer verrückt wird! Aber es ist alles schön abgetrennt hier und es macht Spaß mit den Leuten hier im Zimmer!

Es gab ein wiedersehen mit den anderen 4 aus unserer Clique, die sich ein Auto gemietet haben und dann auch hier hoch gefahren sind. Vorgestern waren wir alle zusammen wieder in einer Disco (Down Under).
Aber wieder alles nur Deutsche dort drin. Selbst von innen ist alles auf Deutsch getrimmt gewesen.

Das Oktoberfest wird hier in Brisbane, bzw, ganz Australien auch gefeiert; echt witzig! Gestern waren wir auf dem Oktoberfest, was unser Hostel veranstaltet hat. Leider waren die Bretzeln echt schlecht und haben nicht geschmeckt. Jedenfalls für deutsche Verhältnisse.

Es gibt noch ein riesiges Oktoberfest für $15 eintritt hier in Brisbane, was uns dann aber heute zu teuer erschien, da wir eh nicht lange bleiben würden und uns die ganze Lauferei fix und fertig macht.

Heute habe ich mir mit Janine eine Fahrkarte mit dem Greyhound Bus bis nach Cairns gekauft. Dabei kann man auf zig Stationen bis nach Cairns aussteigen und einige Tage später wieder einsteigen in den Greyhound Bus, ohne extra was bezahlen zu müssen. (Hop on and Hop off)
Man muss den Tripp nach Cairns nur in 3 Monaten geschafft haben, da sonst das Ticket verfällt.

Wir werden morgen früh Brisbane wieder verlassen. Obwohl Brisbane echt eine klasse Stadt ist; meines erachtens schöner als Sydney. Bessere Fußwege, keine Berge, eine FUßGÄNGERZONE! und einen künstlichen öffentlichen kostenlosen Stadtstrand, oder Badeanstalt. Irgendwas dazwischen ist es und es sieht einfach GEIL AUS!

Von Brisbane fahren wir dann morgen nach Noosa, der erste Stopp meiner Reise, der in eine kleinere Stadt geht und man hoffentlich mal ein bisschen was anderes sieht als die riesen Städte.

Ich habe mir außerdem überlegt eine Mitgliedschaft im WWOOF (World Wide Opportunities on Organic Farms) zu beantragen, was es einem ermöglicht, in Australien auf privaten Farmen, unentgeltlich zu arbeiten, dafür aber eine kostenlose Unterkunft und kostenloses Essen zu bekommen. Meist lebt man dort auch in einer Famlie, da viele Farmen dort in traditionellem Familienbesitz sind, was wiederum eine sehr gute Möglichkeit gibt, viel Erfahrung zu sammeln!

Zunächst suche ich mir auf dem Weg die Ostküste nach Norden jedoch ein so genanntes Working-Hostel. Was etwas mehr kostet als die normalen Hostels, sie aber in einer Partnerschaft mit großen Farmen stehen und einen Arbeit auf den Farmen vermitteln.
Außerdem kann man dort, sowie beim WWOOFING auch, Arbeitstage sammeln, um später ein 2nd Working Holiday Visa zu bekommen und auf diesem Wege evtl. nach dem Studium wieder hier her zurück zu kommen. Dazu muss man 3 Monate auf Farmen gearbeitet haben, danach kann man das 2. Visum beantragen!

Auf nach Brisbane!

Am morgen, als wir nun mit unseren zwei Engländern nach Brisbane aufbrechen wollten, haben uns zwei Tauben im Zimmer geweckt,die sich auf einmal im Zimmer befanden!
Das war der Grund, warum wir an diesem Morgen einige Zeit Verspätung hatten und unsere Fähre nach Manly, wo uns die Engländer aufnehmen wollten, nicht mehr geschafft haben und dann erst die nächste Fähre nehmen konnten. Zum Glück waren Sophie und Jewels (so haben sich die Engländer genannt), locker drauf und haben die nächste Fähre abgewartet!

In Manly wurden wir sofort von einer netten Blondine empfangen (Sophie) und... ich dachte erst es war ein Skinhead, bis ich gesehen habe, dass es eine zweite Frau ist, ohne Haare!
Spitzname Jewels. Richtig war eher Juliet.
Auf jeden Fall haben uns die beiden dann beim beginnenden Regen in ihr Auto verfrachtet und losgefahren. Sie waren echt sehr nett und freundlich!



Am Abend nach 400KM Fahrt haben wir auf einem Campingplatz am Meer halt gemacht. Auch sehr beeindruckend. Die Nacht war windig und hart auf der Iso-Matte, aber man konnte es aushalten.
Am Morgen wurden wir dann 10 nach 10 aus der Nacht geschmissen, weil wir den Cmapingplatz eigentlich bis 10 Uhr morgens hatten verlassen müssen...



Der Regen hielt sich leider an und wir mussten unterwegs über einigen überfluteten Straßen fahren. Nun gibt es in Australien nicht gerade die besten Umleitungen. So mussten wir Teils einige Zeit warten.










Leider haben wir auch auf Grund des Regens nicht viel von der Gold Coast, oder Byron Bay mitbekommen :(
Ein halt war schierlich unmöglich.

Wir sind dann den zweiten Tag auch fast bis nach Brisbane durchgefahren, weil es so sehr geregnet hatte, dass man das Zelt nicht aufbauen wollte. Gegen 7 Uhr Abends mussten wir dann leider stopp machen. War okay; hat kurz aufgehört und dann aber wieder angefangen zu regnen...
Die Nacht war mies; das Zelt war von innen nass und die Koalas haben einem jeden Schlaf geraubt.

Am Dienstag sind wir dann schon einen Tag früher als geplant in Brisbane angekommen.

Coast walk in Bonday

Nun sind wir hier an den Bonday Beach gezogen und das Wetter ist leider so kalt, dass man sich nicht an den Strand legen kann. Also haben wir uns gedacht, wir wandern mal einige Strände entlang der Küste ab. Hier gibt es einen extra coast-walk an dem man an ca. 5 Stränden vorbeikommt.




Das ganze ist recht anstrengend und mit vielen Treppenstufen verbunden gewesen, aber hat am Ende doch recht viel Spaß gemacht.











Schrecklich war, dass uns auf dem Rückweg ein heftiger Platzregen überrascht hat und wir uns kurzer Hand entschlossen haben unterschlupf auf dem Küsten-Friedhof im pompösen Grab von Marcus zu suchen.

Er hat es recht windig da, aber es hat uns doch vor einigem Regen gerettet!


Am Abend haben wir uns mit der Maja und Freddy (Österreicher) getroffen um gemeinsam zu Abend zu essen. Ich würde sagen das ist uns gelungen :-)

Schlechte Nachrichten von meinen Freunden

4 Leute von unserer anfänglichen 6-er Clique haben sich, da sie noch bis Sylvester in Sydney bleiben wollten,ein Apartment gesucht, in dem sie, im Vergleich zu den Hostel Preisen, günstig wohnen können.
Die Wohnung haben sie wohl über das Internet gefunden und mussten, um dort einziehen zu können zunächst $2000 auf ein Zwischenkonto von TNT überweisen, um den Schlüsselzu bekommen. Die angebliche Vermieterin lebt wohl seit 3 Jahren in Mailand und man müsse zunächst das Geld überweisen, bevor man den Schlüssel bekommt.
Leider stellte sich dann heute raus, dass die Wohnung in der sie einziehen wollte gar nicht der Frau gehört und dies eine Masche einer Trickbetrügerin sei. Somit waren die $2000 leider weg. Auch das zurückholen über die Bank (da es ja eigentlich auf ein Zwischenkonto von TNT gebucht wurde) war leider nicht möglich. Sie haben jetzt eine Anzeige gegen die Frau (die aber wahrscheinlich unter einem falschen Namen das Apartment vermieten wollte) aufgegeben.
Ich wünsche ihnen alles Gute, dass sie ihr Geld vielleicht doch nochmal zurück bekommen (wovon ich aber nicht ausgehe!)
Hier in Australien sieht immer alles recht einfach und easy-going aus, aber zu schnell sollte man große Beträge nicht einfach auf ein fremdes Konto überweisen!!!

Der Abend heute (01.10.2010) war bei uns wieder echt cool. Erst haben wir noch zwei Leute aus unserem Hinflug zufällig wieder getroffen, als wir unsere Pin Nummer aus der Zentrale abgeholt haben. Und danach war ich mit Janine (die mit mir jetzt zsm in einem 6er zimmer voller Jungs schläft) noch in der Hostel-Bar oder Kneipe. Ich habe da eine 5er Gruppe angesprochen, die, wie sich rausstellte, Australier waren und wegen eines großen Musik Festivals 300KM nach Sydney hergekommen sind. Die haben dann ihre 7 Pitcher Coktail mit uns geteilt und wir sollten uns zu denen setzen und ein wenig mit denen unterhalten. Das war echt witzig :D

Morgen ist der Beach-walk geplant, da gibt es auch wieder schöne Bilder!!!
Versprochen; heute habe ich irgndwie keine gemacht :(