Aber ich habe noch nie so etwas UNORGANISIERTES GESEHEN!
Die ganzen Supervisor hatten selber von nix eine Ahnung.
Die arbeit an sich ist nicht schwer, aber man wird ständig angemeckert, dass die Tomaten zu klein, zu grün, zu rot sind. Die müssen eine Mindestgröße haben, eigentlich grün sein, aber ganz leicht anfangen rot zu werden. Man muss also suchen, weil der ganze Busch nur voller grüner Tomaten ist. Aber das wäre noch gar nicht so schlimm, da bekommt man irgendwann den Blick dafür. Aber nebenbei muss ich auch noch alle zu kleinen Tomaten pflücken und zum Abfall werfen und alle matschigen, vergammelten Tomaten ebenfalls abpfücken und zum Abfall legen. Das macht fast mehr arbeit als die "richtigen" Tomaten, für die ich eigentlich nur Geld bekomme, zu pflücken. Wenn man das mit dem Abfall aussortieren nicht macht, darf man seine ganze Reihe nochmal von vorne beginnen. Manchmal habe ich mich wirklich angestrengt und der Supervisor meinte trotzdem (ohne englisch zu können), dass ich nochmal 50 Meter zurück solle.
Dann kommt der und kontrolliert die Tomaten in den Eimern ob die auch alle gut sind; schmeißt mir zu kleine aus dem Eimer und ich muss den wieder neu auffüllen.
Dann sollte ich einmal einen vollen Eimer in einen leeren kippen (ich wusste erst gar nicht warum und dachte ich solle das nur machen, weil es ihm Spaß macht mir beim Arbeiten zuzugucken). Er hatte das aber gemacht, um zu gucken, ob ich "schummele", da viele unten im Eimer nur grüne Tomaten hineintun und oben dann die guten, oder manche packen unten auch Stängel und Gebüsch in den Eimer, damit der schneller voll wird.
Naja wir waren da dann halt irgendwie 2 Stundne am Arbeiten und ich hatte 8 Eimer voll. Also 8$/Stunde, was echt ein Hungerlohn ist wenn man für 4$ eine Flasche Wasser kaufen kann und man aber mindestens 4lrt. am Tag dabei haben muss. (Sonst darf man nicht arbeiten!) Ich trinke aber immer Leitungswasser---
Nach zwei Stunden mussten wir das erste Feld wechseln. Also 500 Meter irgendwo immer den Anderen hinterher. Niemand hat uns bescheid gesagt, dass wir woanders hingehen müssen. Wir waren noch nicht einmal mit unserer Reihe fertig, da sind die Supervisor schon losgegangen zum anderen Feld und wir mussten dann suchen wo die sind. Und das ist da alles RIESIG und die Büsche sind zu hoch um gesehen zu werden und drüber zugucken....
Nach einer halben Stunde haben wir dann welche von denen gefunden. Auf dem Feld waren wir dann nur noch eine Stunde, wo ich aber dann nur 2,5 Eimer voll bekommen habe, weil die Tomaten MIKRIG waren. Der halben Eimer wurde nicht mehr bezahlt, und voll füllen konnte ich ihn nicht mehr, weil es keine Tomaten mehr gab!-.-
Auf zum nächsten Feld, das war zum Glück etwas größer und wir sind dann bis um 3 Uhr Nachmittag dort geblieben und haben gepflückt, hatte ich dann insgesamt 32 Eimer voll und es sah alles so aus als wäre jetzt Schluss, weil wir auch keine Supervisor gesehen haben, die einem eigentlich immer eine neue Reihe gegeben haben wenn man eine Reihe Tomaten abgepflückt hat.
Das war naürlich falsch!
Wir sollten auf ein 4. Feld, dass diesmal aber ca. 2KM weit entfernt war. Da ist uns (ich habe dort eine Gruppe mit 4 Deutschen getroffen und mich mit denen angefreundet) schon der Kragen geplatzt. Dann sind wir aber doch mit, (was blieb uns anderes übrig; nach Hause ins Hostel konnten wir nicht weil die Farm 40KM vom Hostel entfernt liegt)
Da auf der 4. Farm habe ich dann nicht nur einen! Supervisor gefragt, wie lange das denn heute überhaupt geht (weil die uns das auch nicht gesagt haben). Aber der erste meinte, dass wisse er selber nicht. Dann habe ich gefragt wovon das abhängt, wie lange wir arbeiten müssen, oder wer ihm das sagt. Das wusste er auch nicht.!? Schon sehr komisch.
Dann habe ich einen anderen Supervisor gefragt, der aber immer nur ja oder nein gesagt hat, und das gar nicht auf die Frage gepasst hat und sich dann heraus gestellt hat, dass er selber gar kein Englisch sprechen konnte. Der hat mich einfach nicht verstanden!
Wie kann das sein??? Wie kann man denn einen Supervisor (also Abteilungsleiter oder sowas in Deutschland) einstellen, der in einem englisch sprachigem Land KEIN WORT ENGLISCH KANN???
Es haben sich dann eigentlich alle Europäer zusammengefunden und entschlossen, den Tag nicht mehr zu arbeiten, weil es einfach nur menschenunwürdig ist bei den Bedingungen zu arbeiten!
Man fühlt sich da echt wie ein Sklave, oder ein Tier!
Keiner sagt einem, was passiert und deuten einem nur an, dass man schlecht gearbeitet hat.Aber da wir nicht wussten, wie lange wir arbeiten müssen, haben wir einfach gewartet. Und gewartet. Und gewartet.
Und dann wurde es um halb 7 dunkel!!! UND DIE CHINESEN UND THAIS WAREN IMMER NOCH AM ARBEITEN!!!
Wir haben mittlerweile fast 4 Stunden gewartet!?
Dann war um halb 7 ENDLICH SCHLUSS! VON 6 UHR MORGENS AN; ALSO ÜBER 12 STUNDEN OHNE PAUSE! Aber die Chinesen, Thais und das ganze asiatische Volk haben die ganze zeit weitergearbeitet, ohne eine Pause gemacht zu haben! Die kriegen ihren Mund wirklich NICHT auf. Es kommt mir so vor, als interessiere sie gar nicht, wie lange sie noch arbeiten müssen.
Dann war wie gesagt um 18:30 Uhr Schluss und der Supervisor musste noch Schilder von jedem einsammeln, mit denen man seine Tomateneimer markiert hat. Das hat der mit JEDEM EINZELND gemacht und das in einer Liste abgehackt. Und auch nur EIN SUPERVISOR von 10. Die anderen standen da nur rum! Ich bin da verrückt geworden. Wir waren 80 Leute die da gearbeitet haben und jeder hatte diese Schilder, die er einzeln abgeben musste. Dann war es schon fast 7 Uhr.
Und DANN!! kam er erst auf die Idee unseren Bus vom Hostel anzurufen, der erstmal losfahren muss und 40KM zur Farm braucht! (anstatt das VOR dem Einsammel dieser Schilder zu machen!?)
Dann haben sich die Supervisor und alle die, die mit dem Auto gekommen sind, verpisst, und wir standen da wie bestellt und nicht abgeholt irgendwo mitten im DUNKELN auf so einer hintersten Ecke einer riesigen Plantage!
Ich hätte da nicht wieder auf die Straße gefunden! Zumal es auch noch dunkel war und man nichts mehr sehen konnte. Kalt war es mittlerweile auch schon...
Es kam dann zum Glück nach einer halben Stunde der Bus und wir waren dann viertel vor 8 oder so zu Hause und morgen geht dass dann wieder um 6 Uhr los. Um 5 Uhr fährt der Bus vom Hostel ab, aufstehen muss man ja auch eine dreiviertel Stunde früher wenn man sich noch fertig machen muss und etwas frühstücken will.
Außerdem hatte ich den ganzen Tag nichts gegessen.
Naja also ich habe mich entschieden erstmal BESTIMMT NICHT nochmal Tomaten zu pflücken. Die, die morgen um 4 Uhr aufstehen, tun mir wirklich nicht leid, weil die selber alle so doof sind!
Die Arbeit ist wirklich nicht schwer, aber es ist alles unorganisiert, unmenschliches verhalten der Suervisor UND zu niedrig bezahlt!
Ich habe dann also für 9 Stunden Arbeit 64$ bekommen (Weil ich ja um 15 Uhr aufgehört habe). Normalerweise bekommt man in Australien immer bessere Löhne im Vergleich zu Deutschland. Und von den 64$ werden auch noch Steuern abgezogen.
Na herzlichen Dank!



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