Skydiving in Cairns

Gleich am Tag der Ankunft habe ich mir einen Skydive Trip (Fallschirmsprung) gebucht. Da hier alles sehr schnell gehen kann, habe ich auch gleich einen Tag später noch einen Platz bekommen und konnte am Freitag Nachmittag mein Skydive Abenteuer starten!

Das Skydive Team hat mich vom Hostel abgeholt und wir mussten zunächst 150KM von Cairns nach Innisfail fahren. Denn von dort aus sind wir gesprungen.

Wir waren an dem Tag 20 Leute. Es sind immer 4 Leute gleichzeitig gesprungen, sodass es 5 Durchgänge gab. Ich war zum Glück schon gleich beim zweiten Durchgang dran.

Natürlich bin ich nicht alleine gesprungen. Ich hatte hinter mir einen kleinen Chinesen, der alles für den Sprung und Landung übernommen hat.

In 14000 Fuß höhe hat uns zunächst eine kleine Cessna geflogen, aus der wir dann gesprungen sind.
Das aller beste Gefühl war der, als wir oben im Flugzeug in der Tür saßen und es gerade die ersten 2 Sekunden nach unten ging.
Hammer war auch die Geschwindigkeit, mit der man herunterfällt. Ca. 200KM/h soll man erreichen, sagte uns einer von Team. Außerdem war es bei uns leicht regnerisch, und wir mussten immer warten, bis es aufgehört hat zu regnen, bevor wir gesprungen sind. Wir sind beim Sprung dennoch durch eine Wolke hindurchgefallen. War echt cool mal zu spüren, wie sich winzig kleine Wasserdampftropfen auf der Haut anfühlen, wenn man mit 200KM/h auf sie prallt. Es hat nicht weh getan, es hat aber ganz schön gekribbelt!

Nachdem sich der Fallschirm geöffnet hat, war der große, kurze Kick leider schon wieder vorbei. Ca. 15 Sekunden hatten wir den Freien Fall, bis sich unser Fallschirm öffnete. Dennoch war das Segeln mit dem Fallschirm auch super aufregend.

Ich würde es liebend gerne noch einmal machen. Leider ist solch ein Fallschirmsprung nicht billig, weshalb es sich wohl bei dem einen Mal für mich beschränken wird. Ich habe mir von dem Ganzen Sprung noch eine DVD machen lassen, sowie Fotos, die den gesamten Sprung und die Vorbereitung zeigen.

Ein super Erlebnis!!!
Wer gerne Achterbahn fährt, sollte sowas unbedingt mal machen!!!

Ankunft in Cairns

Endlich wieder eine Großstadt zu sehen, wo man alles auf einem Platz finden kann, war nach 2,5 Monaten wirklich ein Geschenk!

Cairns ist die nördlichste Großstadt an der Ostküste Australiens. Ich habe mich hier gleich nach der Ankunft schon sehr wohl gefühlt. Die endlose Promenade am Meer und der Toursitentrubel überall war wieder ein toller Anblick!
Da stand der McDonald's Besuch in Cairns natürlich auch ganz weit vorne und ich bin gleich den ersten Abend noch ein schönes Menü essen gegangen.

Einen Tag später habe ich mich mit Isi getroffen, die ich schon aus Sydney und Brsibane kenne. Wir sind am Abend in eine große Disco hier in der Stadt gegangen. Leider war für mich der Abend schon früher zu Ende, als geplant. Man sollte Medikamente nicht mit Alkohol mischen - ich weiß.

Außerdem war es auch gar nicht gut für den Tag darauf. Denn ich habe mir gleich am Tag der Ankunft einen kleinen Traum erfüllt. Einmal mit 200KM/h der Erde entgegen zu fliegen.

Zum Glück war der Kater am nächsten Morgen nicht allzu groß, sodass ich den Skydive Trip wieder voll mitmachen konnte! Außerdem war doch morgen Silvester. Da musste ich abends ja auch fit sein!

Castel Hill in Townsville

Ich schreibe gerade aus dem Greyhound Bus, der mich hoffentlich sicher von Townsville nach Cairns fährt.
Da Townsville bisher eines der schlechtesten Aufenthalte in ganz Australien war, muss ich auch darüber noch kurz etwas loswerden.

Zunächst war das Hostel kein Gemütlicher Platz zum wohnen gewesen, alles sah zusammengesucht und provisorisch zusammengebastelt aus. Kein schöner Anblick.

Hinzu kam, dass ich mich mit meinem Zimmergenossen überhaupt nicht verstanden habe, im wahrsten Sinne des Wortes. Es hat meist einfach zu leise gesprochen und das mit der Kombination seines englischen Slang's hatte ich keine Chance ihn zu verstehen. Er war die meiste Zeit nur am rumnörgen. Irgendwann habe ich einfach gar nicht mehr mit dem gesprochen. Hätte ich ihn in Deutschland getroffen, würde ich ihn als rechtsradikal einschätzen. So sah er jedenfalls aus, wenn man sich das klassische Vorurteilsbild eines Rechtsradikalen vorstellt.

Da hier in der Stadt selber auch nicht viel zu sehen war, weil sie sich ziemlich großflächig in die Breite zieht, habe ich mich dazu entschieden den Castel Hill zu besteigen.




Natürlich waren dort überall "Wanderwege". Die Aussicht von oben war zudem wirklich hervorragend. Ich hatte auch viel Glück, dass es erst angefangen hat zu regnen, als ich wieder zurück im Hostel war.

Das war auch schon alles, was es in Townsville zu erleben gab. Ich würde den Ort, wenn ich noch einmal hier her kommen würde auf jeden Fall auslassen!

Nachtrag: Agnes Water - Weihnachten

Natürlich habe ich hier in Australien auch Weihnachten gefeiert. Nur nicht so traditionell wie in Deutschland. Das Weihnachten ohne Schnee und viel Hitze habe ich dieses Jahr in Agnes Water mit einigen Deutschen und einer Schwedin gefeiert, die ich dort kennen gelernt habe.
Ich wollte euch die Fotos nicht vorenthalten:







Es war wirklich super spaßig. Wir haben zusammen ein großes BBQ gehabt und haben viel erzählt.

In 17 Stunden von Agnes Water nach Townsville

Am 25.12.2010 bin ich am Abend mit dem Greyhound Bus weitergefahren in die 1000KM entfernte Stadt  Townsville. Der Bus fuhr erst abends um 21 Uhr aus Agnes Water ab, wodurch ich noch den ganzen Tag in Agnes Water ausharren musste. Das war aber nicht schlimm, da uns das Hostel den Aufenthalt kostenfrei gewhrt hat und unser Gepäck eingeschlossen hat.
Ich konnte den Tag also wirklich relaxt am Abend in den Bus steigen.

Der Bus kam mit ca. 30 Minuten Verspätung in Agnes Water an. Der Busfahrer meinte zu uns, wir können heilfroh sein, dass der Bus bis hierhin fahren konnte um uns abzuholen. Damit wir auf den Highway 1 können, der ganz Australien verbindet, müssten wir nur einen Umweg von 3 Stunden machen, weil die direkte Strecke zum Highway 1 gesperrt ist. So fuhren wir noch einmal hunderte Kilometer nach Süden nach Bundaberg, um die gesperrte Straße zu umgehen.

Außerdem sollten wir uns auf weiteren Zeitverlust einstellen, weil niemand Auskunft über geschlossene Straßen habe. Wir kamen zum Glück sehr gut durch bis Airlie Beach. Von dort aus sind es noch 250KM bis Townsville und ich war nach Airlie Beach nur noch der einzige Reisende im ganzen Bus.
So konnte ich mich ein wenig mit dem Busfahrer unterhalten, der selber in Townsville wohnt und dort Familie hat. Er machte mir nciht gerade Mut, als er sagte, dass die Straßenverhältnisse nördlich von Airlie Beach mehr als Katastrophal seien und es keinerlei Bekanntmachung über die Straßenverhältnisse gibt. An einer Tankstelle gab man uns die Auskunft, dass der Greyhound-Bus, der in die entgegengesetzte Richtung unterwegs ist, um 11:30 Uhr immer noch nicht vorbei gekommen wäre. Normalerweise sollte er um ca. 9 Uhr an der Tankstelle eine halbe Stunde Pause einlegen. es waren als wirklich keine guten Voraussetzungen.

Warum allerdings unser Greyhound Bus nicht bei dem Bus aus der entgegengesetzten Richtung angerufen hat, weiß ich leider nicht. Wir würden wieder bis zum zuletzt passierten Dorf zurückfahren, falls eine Straße gesperrt sein würde. Ich musste daraufhin eine "Natural Desaster Declaration" unterzeichnen, die besagt, dass ich keien Garantie auf ein "Ankommen" habe und sich Greyhound von allen Unkosten, die dadurch entstehen ausschließt.
Ich hatte mein Hostel in Townsville schon gebucht.

Schon 20 KM nach Airlie Beach sahen wir blinkende Polizeiautos auf der Straße stehen und ein Schild mit Road closed. Ich dachte schon, wir können gleich wieder umdrehen. Die Polizei hatte jedoch nur eine Straßenseite gesperrt und ließ die Autos immer abwechselnd passieren.
Glück gehabt.












Solche Sperrungen waren nur noch 2 Mal auf dem Weg nach Townsville vorhanden, und wir sind am Nachmittag um 14 Uhr endlich in Townsville angekommen.

Am 26.12.2010 stand auf der offiziellen Greyhound Website, dass alle Verbindungen von und nach Agnes Water vorübergehend ausgesetzt sind! Man kommt also weder nach Agnes Water rein, noch heraus!
Leider geht es mir hier in Townsville uch nicht besser, weil alle Straßen in nördlicher Richtung unter Wasser stehen und der Regen auch weiter anhält. Ich wollte gerne über Sylvester in Cairns mit meinen Freunden aus Sydney und Brisbane feiern. Wenn die Straßen jedoch gesperrt bleiben, wird wohl  nichts aus meinem Plan.

Motorradtour in Agnes Water - Scooteroo

Am 24.12.2010, sprich Heiligabend, habe ich mir eine Choppertour durch Agnes Water und Town of 1770 gebucht. Ich muss sagen, für 55$ die ich gezahlt habe, gab es hier am meisten fürs Geld, als alle anderen Aktivitäten, die ich in Australien bisher gemacht habe.

Natürlich waren es keine richtigen Motorräder, sondern eher Mofa, die den Look haben wie Chopper, aber das Feeling war trotzdem wahnsinnig cool, weil mehr als 20 Leute daran teilgenommen haben!

Die Mitarbeiter haben sich wirklich Mühe gegeben, uns viel zu bieten. An jeder Ecke oder Kreuzung standen Personal, die den "normalen" Straßenverkehr angehalten haben, damit wir "in eins" hintereinanderweg über Kreuzungen kamen.
Leider war das Wetter auch hier wieder ein wenig bewölkt und wir haben am Aussichtspunkt für den Sonnenuntergang nur die Wolken beobachten können, aber dennoch war die Landschaft während der Fahrt, an den Kängurus vorbei ein echtes Highlight!

Heute am 25.12.2010 ziehe ich wieder aus dem Paradies aus. Wirklich schade. Mein Bus fährt erst heute Abend um 21 Uhr hier ab, solange darf ich noch alles aus dem Hostel mitbenutzen und mein Gepäck lagern.
Meine reise geht dann 14 Stunden mit dem Bus immer noch weiter Richtung Norden. Diesmal ein großes Stück. 1000KM sind es von Agnes Water bis nach Townsville. So kann ich im Bus ein wenig zur Ruhe kommen und so auch eine Hostelnacht sparen.

Ankunft in Agnes Water / Town of 1770

Am Mittwoch bin ich nun endlich aus dem Arbeitslager Childers entkommen und habe meine Tour die Ostküste hoch fortgesetzt.
Agnes Water oder auch Town of 1770 war das nächste Ziel meiner Reise.

Das Hostel hier, das "1770 Southern Cross Backpackers" ist mit eines der besten Hostels, in dem ich auf meinem Trip bisher untergekommen bin. Man fühlt sich wie im Paradies. Palmen, warmes Wetter, Sonnenschein.   Alles aus Holz gefertigt. Die Unterkünfte selber sind in einzelnen Holz Bungalows gelegen. Es ist einfach super schön hier!

Am 23.12.2010 habe ich dann zunächst einen kleinen Strandwalk gemacht. Den Strand von Agnes Water bis hin zu 1770. Das sind ca. 5 KM Beach, auf dessen Weg man einfach mal abschweifen kann von sonstigen Sachen und beim Rauschen der Wellen auf der rechten Seite das Paradies in greifbarer Nähe scheint.

Leider ist hier nicht wirklich große Weihnachtsstimmung. Das ist ein kleiner Negativpunkt hier. Aber ich meine das wird überall in Australien nicht anders sein, weil Weihnachten hier einfach anders gefeiert wird.
Was mir noch witziges aufgefallen ist:
Die Autos haben oft eine "rote Nase" vorne am Kühlergrill und an den Fenstern stecken, wie bei uns zur Fussball Weltmeisterschaft keine Flaggen, sondern kleine Geweihe!

Sehr cool!

Der letzte Blogger Eintrag aus Childers

Entgegen meiner Aussage von Vorgestern, schreibe ich doch noch einmal aus Childers.

Heute habe ich noch einmal einen "neuen" Job von meinem alten Arbeitgeber bekommen. Leider ging der nur einen Tag. Wir mussten Mangokerne zerschneiden. Innen drin befindet sich "erst" der Samen, der für die Pflanzung neuer Mangobäume benötigt wird. Da es "nur" ca. 2000 Mangokerne waren, die wir mit einer kleinen Kneifzange öffnen mussten, war es nur eine Arbeit von einem Tag. Dennoch muss ich sagen, dass der Job echt Spaß gemacht hat. Besonders, weil wir in einer Halle gearbeitet habe, bzw. einfach unter einem Dach. Aber man konnte bei der Arbeit sitzen und es war nahezu nicht anstrengend, außer, dass einem die Hand nach dem 500sten Kern weh tat.
Der Chef persönlich hat ebenfalls mitgemacht. Es war eine gemütliche Runde und der Chef hätte für mich Ende Januar wieder einen Job (Mangos pflücken), oder im März (Avokados pflücken). Leider denke ich, werde ich im Januar nicht hier sein. Was im März passiert, weiß ich bis heute nicht. Wer weiß; vielleicht sieht man sich ja hier nochmal wieder und ich pflücke dann Avokados.





Heute Abend haben nahezu alle Männer aus den Arbeiterunterkünften des Hostels Fussball gespielt. Der Rest, der nicht gespielt hat, hat zugeschaut und kräftig angefeuert!
Nach den ersten 90 Minuten! wurden die Teams neu verteilt und es wurde EUROPA gegen den REST der Welt  gespielt. Natürlich hat Europa mit 4:1 haushoch gewonnen. Gespielt wurde 7:7. Leider sind nicht alle Spieler auf dem Gruppenfoto.

Die letzten Tage in der Zelle

Wie schon erwähnt ist am Freitag mein letzter Arbeitstag gewesen. Leider war es etwas nass, sodass die Arbeit ausgefallen ist. Ich habe nun bald vor, den Sugerbowl CaravanParc Childers zu verlassen. Ich werde ihn trotz der Ungemütlichkeit und des Drecks vermissen.

Hier noch zwei Knastbilder von mir:



Natürlich gibt es auch schon wieder neue Deutsche, und andere Leute. Man sitzt gemütlich zusammen:



Vielleicht üeberwinde ich mich nochmal am letzten Tag einen Blogeintrag aus Childers zu verfassen, aber wahrscheinlich wird es ein neuer Eintrag aus einem neuen Ort meiner Reise - Agnes Water / Town of 1770.

Wetterleuchten in Childers

Heute Abend konnte man ein wunderschönes Wetterleuchten hinter unserem Hostel mit anschauen. Hier ein paar Bilder:





Ich hoffe sie gefallen =)

Lohnstreit mit der Farm von JackBush, wilde Kerle

Über einen Monat habe ich auf meinen Lohn von der Farm von Jack Bush gewartet. Normalerweise wird man in Australien jede Woche bezahlt. Ab und an zieht sich das ein wenig hin.
Nachdem aber meine zwei Arbeitskollegen bestätigt haben, ihre Lohn schon bekommen haben, habe ich umgehend versucht Kontakt mit der Farm aufzunehmen, was anfänglich leider scheiterte und niemand von etwas wissen wollte.



Nachdem ich mich dann mit der Frau von der Rezeption hier vom CaravanPark unterhalten habe, half sie mir eine Zahlungsaufforderung an die Farm zu faxen.
Einige Tage später erhielt ich eine E-Mail mit der Bitte um Entschuldigung, dass man sich nicht schon früher gemeldet habe.

Zunächst schrieb sie auch, dass sie selber von nichts wisse und ich an den zwei mir fehlenden Tagen gar nicht gearbeitet hätte. Sie schrieb mir aber, dass ich wohl die wahrheit sage, und das nur vergessen wurde meien Stunden zu dokumentieren. Sie werde mir das Geld überweisen.
Was dann zum Glück auch umgehend passiert ist. Ich bin der Meinung, dass hier ein böses Spiel gespielt wird und ab und an versucht wird, die Arbeitnehmer nicht zu bezahlen, weil viele sich nicht nochmal melden werden (besonders die Asiaten)!



Ab und an, muss man seine überschüssige Energie neben der Arbeit auch loswerden. Dann trifft man sich zum gemeinsamen Frisbee oder Fußballspiel =)

Videos aus dem Caravanpark und von der Avokadofarm




Mein Geburtstag in Australien

Am 03.12.2010 war nun mein erster Geburtstag bei Sonnenschein. Jedenfalls habe ich das gehofft.
Leider habe ich ein Jahr in Australien erwischt, was das schlechteste Wetter seit der Wetteraufzeichnung hat. Bei uns in Childers hat es leider nur geregnet. Das war auch der Grund, warum ich an meinem Geburtstag gar nicht erst arbeiten musste.
Gefeiert wurde aber nur in ganz kleinen Kreis. Sandra hat einen Geburtstagskuchen gekauft und jeder der Lust hatte, konnte sich ein Stück nehmen und sich dazu setzen. Aber wir haben nur bis ca. 23 Uhr draußen gesessen.Danach sind wir schlafen gegangen.


Durch die ständigen Monsunregenfälle ist das mit der Arbeit auch ein großes Problem. An den meisten Tagen hören wir schon früher auf, oder fangen gar nicht erst an, weil das Wetter so dermaßen unberechenbar ist, dass aus Sonne und warmen Temperaturen schnell Regen werden kann!
Das heißt wieder aufhören mit Arbeiten und unter die Avokadobäume stellen, die die ersten 15 Minuten einen ausgezeichneten Schutz gegen den Regen bieten!
Da wir mit elektrischen Bohrmaschinen arbeiten ist der Regen auch ein weiteres Sicherheitsrisiko!

Wo ich gerade Sicherheit anspreche. Wer meint, mein Job ist ein Sicherer Ort zum Arbeiten, der irrt. Spinnen und Schlangen, sowie giftige Frösche, Maden und Käfer bevölkern das Territorium.
Schlangen und Frösche sind meist auf den Boden aufzufinden. Spinnen, Käfer und Maden sind an JEDEM Baum in Vielzahl auszumachen!

Schlangen gehören natürlich zu den seltener gesehenen Tiere. Aber sie sind doch da und ab und zu entdeckt man eine zwischen den Bäumen. Dann heißt es nur Abstand halten und ein wenig Geräusche machen. Darauf hin verziehen sich die Schlangen von alleine. Zudem sind se meist auch nicht giftig. Man weiß es vorher leider nur nicht genau.

Bei Spinnen und dem anderen Tierzeug ist es leider nicht so einfach. Besonders spinnen spannen gerne ihre Netze Meterhoch vom Boden bis zu einem Ast, in das man schnell hinein läuft, wenn man nicht aufpasst. Das klebt und ist sehr unangenehm.
Giftige Spinnen und Frösche gibt es schon sehr oft. Ich nehme an, dass ich zwischen 5-10 giftige Spinnen oder Frösche am Tag sehe. Die meisten davon sind aber auch nicht angriffslustig, solange man sie nicht zu sehr stört. Da wir aber in den Bäumen arbeiten und je Tag ca. 600 Bäume (300pro Person) schaffen, kann man irgendwann nicht mehr allzu sehr auf die Tiere achten und die Spinne wird einfach "entfernt".
Die Frühstücks- und Mittagspause wird außerdem auch unter den Bäumen gemacht. Man isst sein Brot dann neben Ameisen, Würmern, Spinnen und Frösche. Aber wie schon erwäöhnt. Wenn sie einen hören, verziehen sich die Tiere meistens. Trotzdem ist mir manchmal unwohl, wenn ich genauer drüber nachdenke.

Man verdrängt hier aber Vieles, weil es eben alle anderen auch einfach nicht so eklig ansehen und sich unter die Bäume setzen.