Leider habe ich ein Jahr in Australien erwischt, was das schlechteste Wetter seit der Wetteraufzeichnung hat. Bei uns in Childers hat es leider nur geregnet. Das war auch der Grund, warum ich an meinem Geburtstag gar nicht erst arbeiten musste.
Gefeiert wurde aber nur in ganz kleinen Kreis. Sandra hat einen Geburtstagskuchen gekauft und jeder der Lust hatte, konnte sich ein Stück nehmen und sich dazu setzen. Aber wir haben nur bis ca. 23 Uhr draußen gesessen.Danach sind wir schlafen gegangen.
Durch die ständigen Monsunregenfälle ist das mit der Arbeit auch ein großes Problem. An den meisten Tagen hören wir schon früher auf, oder fangen gar nicht erst an, weil das Wetter so dermaßen unberechenbar ist, dass aus Sonne und warmen Temperaturen schnell Regen werden kann!
Das heißt wieder aufhören mit Arbeiten und unter die Avokadobäume stellen, die die ersten 15 Minuten einen ausgezeichneten Schutz gegen den Regen bieten!
Da wir mit elektrischen Bohrmaschinen arbeiten ist der Regen auch ein weiteres Sicherheitsrisiko!
Wo ich gerade Sicherheit anspreche. Wer meint, mein Job ist ein Sicherer Ort zum Arbeiten, der irrt. Spinnen und Schlangen, sowie giftige Frösche, Maden und Käfer bevölkern das Territorium.
Schlangen und Frösche sind meist auf den Boden aufzufinden. Spinnen, Käfer und Maden sind an JEDEM Baum in Vielzahl auszumachen!
Schlangen gehören natürlich zu den seltener gesehenen Tiere. Aber sie sind doch da und ab und zu entdeckt man eine zwischen den Bäumen. Dann heißt es nur Abstand halten und ein wenig Geräusche machen. Darauf hin verziehen sich die Schlangen von alleine. Zudem sind se meist auch nicht giftig. Man weiß es vorher leider nur nicht genau.
Bei Spinnen und dem anderen Tierzeug ist es leider nicht so einfach. Besonders spinnen spannen gerne ihre Netze Meterhoch vom Boden bis zu einem Ast, in das man schnell hinein läuft, wenn man nicht aufpasst. Das klebt und ist sehr unangenehm.
Giftige Spinnen und Frösche gibt es schon sehr oft. Ich nehme an, dass ich zwischen 5-10 giftige Spinnen oder Frösche am Tag sehe. Die meisten davon sind aber auch nicht angriffslustig, solange man sie nicht zu sehr stört. Da wir aber in den Bäumen arbeiten und je Tag ca. 600 Bäume (300pro Person) schaffen, kann man irgendwann nicht mehr allzu sehr auf die Tiere achten und die Spinne wird einfach "entfernt".
Die Frühstücks- und Mittagspause wird außerdem auch unter den Bäumen gemacht. Man isst sein Brot dann neben Ameisen, Würmern, Spinnen und Frösche. Aber wie schon erwäöhnt. Wenn sie einen hören, verziehen sich die Tiere meistens. Trotzdem ist mir manchmal unwohl, wenn ich genauer drüber nachdenke.
Man verdrängt hier aber Vieles, weil es eben alle anderen auch einfach nicht so eklig ansehen und sich unter die Bäume setzen.




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